November 16th, 2011
Es haben sich in meinem Browser mal wieder ein paar lesenswerte Links zur Wirtschaftskrise angesammelt.
- Zerohedge zusammenfassung der Eurokrise. Es werden vor allem die Kosten für Deutschland deutlich gemacht.
- Morgan Stanley diskutiert ein Szenario, in dem Deutschland aus dem Euro aussteigt. Ein solches Szenario hat den Vorteil, dass es keinen Bankrun in Deutschland gibt, und das die ein EUR denominierten Schulden sinken, wenn die D-Mark aufwertet.
- Looting Main Street, wie die Wall Street Jefferson County in die Pleite trieb. Sehr lesenswert.
- Europe: rise of the calculating machine, die FT kritisiert technokratische Regierungen. Das Zentrale Argument ist, dass Politiker vielleicht keine Ahnung haben, worüber sie entscheiden. Sie wissen aber, was sie entscheiden können, ohne Probleme zu kriegen.
-
FT über die Staatsverschuldung Italiens. Italien hat ein Budgetüberschuss, ohne Zinszahlungen. Deshalb ist es besonders Anfällig für höhere Zinsen. Es gibt es auch ein Rechner, der je nach angenommenen Zinsraten, Wirtschaftswachstum etc. die benötigten Überschüsse ausrechnet. (Diese Art der Visualisierung sollte viel häufiger eingesetzt werden.)
- Der Hedgefondsmanager Ray Dalio versucht verzewifelt dem Interviewer klar zu machen, dass die USA in erster Linie ein politisches Problem haben. Republikaner und Demokraten weigern sich zusammenzuarbeiten, und wenn sie doch kooperieren kommen reine Formelkompromisse heraus.
Posted in Uncategorized | No Comments »
October 20th, 2011
In Griechenland gibt es heute einen Generalstreik der Teilweise in Gewalt mündete. Die Gründe für diese Gewalt sind aber nicht so sehr spezifisch griechischer Natur, sondern hängen mit ungeeigneten Rettungsmaßnahmen zusammen; die Politik hofft, dass die Krise mit moderaten Mitteln gelöst werden kann. Das das der eigentliche Denkfehler ist, arbeitet heute der Chefvolkswirt der Berenberg Bank, Holger Schmieding, in der FTD heraus. Ebenso heute hat FTD.de ist ein Interview mit „dem Börsenstar“ Dirk Müller veröffentlicht, der die Krise als Krise des Wirtschaftssystems begreift.
Müller: Die Bürger müssen immer mehr Gas geben, immer mehr Jobs annehmen, kriegen aber immer mehr Leistungen gekürzt – und irgendwann geht es nicht mehr. Dann können die Bürger und damit auch der Staat die Belastungen aus diesem Schuldendienst nicht mehr leisten. Und dann kommt es immer wieder zum gleichen Ergebnis.
Diese Sichtweise wird von diesem Plot gestützt. Das Einkommen der US Haushalte sinkt nicht erst seit der Finanzkrise, sondern bereits seit dem Platzen der Internetblase 2000.
Und man muss wohl nicht gesondert darauf hinweisen, dass es nicht nur in Europa sondern weltweit Krisen gibt.
Zum Schluss noch ein paar Links, die vielleicht ein wenig Licht auf die Krise werfen können.
- „Das Endspiel“ eine halbwegs aktuelle Zusammenfassung der Hintergründe der Eurokrise vom Tagesanzeiger. Im wesentlichen wird der Aspekt der Bankenkrise beleuchtet.
-
Es gibt eine Video Reihe von Chris Martenson, „The Crash Course,“ die mit Vorsicht zu genießen ist, er ist Zinskritiker, aber solange er nicht von Geld redet ist es eine durchaus gelungene Reihe.
-
Der arXiv Blog berichtet über ein Paper, dass den Zusammenhang von Nahrungsmittelpreisen und Ausschreitungen untersucht. Unter anderem mit diesem schönen Graph.
Die schwarze Linie ist der FAO Food Price Index, ein Index der globale Nahrungsmittelpreise abbilden soll, die roten Linien sind verschiedene, wie der arabische Frühling. Das Inset zeigt die Entwicklung des Indexes seit 1990.
- Und zum Schluß etwas Geschichte. „Keynes, Schumpeter and the Great Post-War Mistake“ Sowohl Keynes als auch Schumpeter haben sich nach dem ersten Weltkrieg zu der Nachkriegsordnung Österreichs geäußert. Und im Gegensatz zu dem damaligen Stammtisch waren beide der Meinung, auch ein Österreich in seiner heutigen Form ist lebensfähig. (Nach ungefähr neunzig Jahren kann man ihnen da wohl zustimmen).
Posted in Politik, Zukunft | No Comments »
August 2nd, 2010
Bereits 1996 wurde in der Zeit die aktuelle Finanzkrise bemerkenswert genau vorhergesagt (und heute bei Weissgarnix ein Update von dem damaligen Autor geschrieben). Kurze Zusammenfassung von einem nicht Ökonom, es wird zuerst schlechter, bevor es besser wird…
Posted in Politik, Zukunft | 1 Comment »
June 17th, 2009
Zunächst war vermutet worden, dass die Insolvenzverwalter schnell das Gespräch mit Eckhard Cordes, dem Chef des Metro-Konzerns, suchen würden. Zu diesem gehört der Konkurrent Kaufhof. Cordes, der Vizepräsident des Wirtschaftsrates der CDU ist, hatte seine Beziehungen spielen lassen, um die alte Idee von der Warenhaus AG neu zu beleben.
weiter bei Zeit.de
Posted in Politik, Uncategorized | No Comments »