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Die Zukunft in Bildern

November 16th, 2008

Eine 45 minütige Doku über Möglichkeiten der technischen Entwicklung (5 Teile auf youtube). Es ist einfach unglaublich was heute schon als Prototypen oder Designstudien existiert. Meine Lieblingsbeispiele aus dem Film sind das formverändernde Auto und der Roboter, der mit Nervenzellen gesteuert wird.

via Communist Robot.

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Älteste Geschichte (Technik der 90iger)

May 12th, 2008

Ich sitze grade im Garten unter einem Baum. Und der Kauf eines WLAN-Routers hat sich schon bezahlt gemacht. Und wie ich hier nun so sitze, denke ich an das letzte Jahrtausend zurück. Damals mussten die Menschen sich entscheiden, entweder zu bloggen oder im Garten zu sitzen. Und wie ich nun meine Gedanken schweifen lasse, wundere ich mich, ist die Singularität schon da? Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, wie vor 20 Jahren wissenschaftlich gearbeitet wurde. Wie findet man ein relevantes Paper ohne arXiv und Spires?1 Aber nicht nur dort, vor 10 Jahren gab es kein Google, YouTube ist grade seit 2005 online. Und Handys sind auch erst seit dem D-Netz, also nach 1991, verbreitet.

Die weitere Entwicklung bleibt natürlich abzuwarten. Aber es erscheint mir nicht zu gewagt zu behaupten, dass Exoskelette (Video) in den nächsten Jahren das Maurerhandwerk revolutionieren. Mögen wir also weiter in solch interessanten Zeiten leben!

  1. Für nicht Physiker: arXiv ist ein preprint Archiv und Spires eine Suchmaschine für Veröffentlichungen in der Hochenergiephysik. Wenn mir also ein Paper genannt wird, zum Beispiel Spergel et al. google ich bei Spires nach Spergel. Dann lade ich mir gesuchte Paper von arXiv herunter. arXiv ist außerdem die zentrale Anlaufstelle um nachzugucken, welche neuen Veröffentlichungen es gibt. []

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Cache-flush

March 10th, 2008

Ich habe leider die letzten paar Wochen wenig Zeit gehabt. Aber ich hoffe wieder regelmäßiger Posten zu können.

Trotzdem hat sich in den letzten Wochen einiges angesammelt, worüber ich gerne Schreiben würde und einiges worüber ich gerne geschrieben hätte, dass aber aus Zeitgründen nicht geschafft habe. Daher hier ein paar Quellen mit kurzen Kommentaren.

Zuerst einmal eine längere Zusammenfassung von Kurzweils Version der Singularität. Ich habe mich zwar immernoch nicht entschieden, ob die Idee nicht wesentlich zu optimistisch ist, ich habe aber auch noch kein gutes Gegenargument gefunden.

Dazu halbwegs passend, “Neither Gods nor Goo.” Der Hinweis, dass Nanotechnologie nicht so schlimm wird, wie es Michael Crichton sich ausmalt. Aber sicher auch Probleme mit sich bringt.

Weniger über die Singularität, als vielmehr über die absehbare Entwicklung der internationalen Politik ist dieser NYTimes Artikel. Sehr interessant ist die darin der EU vorhergesagte Rolle.

Und zum Schluss ein sowohl lehrreicher als auch unterhaltsamer Talk von Thomas Barnett über die Lehren die die USA aus dem Irakkrieg ziehen sollten.

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Ray Kurzweil, “The Singularity is near”

December 9th, 2007

Der “KI PionierRay Kurzweil extrapoliert das Mooresche Gesetz. Heraus kommt eine Art säkulares Heilversprechen, komplett mit Transzendenz und ewigem Leben.

Aber von vorne.
Die Titel gebende Singularität ist ein Zeitpunkt an dem sich das Vorher von dem Nachher so stark unterscheidet, dass bei oberflächlicher Betrachtung zukünftige Historiker eine Unstetigkeit in der technologischen Entwicklung erkennen werden.
Kurzweil definiert sie als den Zeitpunkt, an dem die Computerleistung die für eine starke Ai, eine künstliche Intelligenz die den Turing Test besteht, benötigt wird 1000$ kostet. Dank des Moorschen Gesetzes gibt es dann etwa eineinhalb Jahre später zwei für 1000$ (und technologische Intelligenzen können besser zusammenarbeiten als biologische – Stichwort Infiniband statt Kaffeekränzchen).

Die Frage, wie kommen wir dahin, beantwortet er mit der Abkürzung GNR. Das sind die drei (kanonischen) Schlüsseltechniken der Zukunft, Gentechnik, Nanotechnologie und Robotik. Die Extrapolation folgt im Wesentlichen immer dem Schema, ein Durchbruch in einer der Technologien ermöglicht die nächsten Schritt in einem anderen Bereich. Dies wird ultimativ dazu führen, dass Reverse Engineering des Gehirns möglich wird. Und das ermöglicht die Ursprünglich anvisierte starke Ai. Wobei Kurzweil sich die Zukunft nicht so vorstellt, dass es biologische Menschen gibt und auf dem Schreibtisch steht ein intelligenter Computer, sondern der Mensch wird mit der Technologie verbunden und dadurch immer intelligenter, so dass es unmöglich sein wird am Ende zwischen Mensch und Computer zu unterscheiden. Dies ist die am Anfang angesprochene Transzendenz! Und Unsterblichkeit ist dann nur noch eine Frage der Backup Strategie.

Bei der Lektüre des Buchs merkt man, dass Ray Kurzweil länger über diese Utopie nachgedacht hat und kein Tagträumer ist. Seine Extrapolationen sind optimistisch, aber die Daten für die Entwicklung von Computerleistung oder neuro biologischen Scannern geben diese durchaus her.

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