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Informationsfreiheit

February 9th, 2010

Ein Staat kann nur so erfolgreich sein, wie er es zulässt. Wenn sich Kreative mehr Gedanken um Zensur und die Rechtslage machen müssen, dann wird es zumindest weniger Fortschritt geben.

Dabei sind unser Wissen [das der Chinesen] und unsere Informationen durch das Einparteiensystem begrenzt.

Ai Weiwei

In diese Richtung driftet unsere Gesellschaft momentan. Eine sehr schöne Einführung in die aktuellen Bestrebungen den Informationsfluss zu verlangsamen hat Jan Tißler beim UPLOAD-magazin geschrieben.

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Blogparade: Webdienste, deren Nutzung, deren Zukunft und die derzeitige Webwelt

August 5th, 2008

BlickBlog hat eine Blogparade über das Internet gestartet.

In meiner derzeitigen Langweile, dachte ich mir, dass ich auch mal eine Blogparade starten könnte. Da ich das sowieso schon seit längerem vor hatte, ist das hier sicher kein schlechter Zeitpunkt. Es geht um Webdienste, deren Nutzung, deren Zukunft und die derzeitige Webwelt.

Ich habe ein paar Fragen vorbereitet, die ihr auf euren Blogs posten könnt, allerdings habe ich auch nichts gegen völlig freien Content. Um die ganze Angelegenheit “anzuheizen”, werde ich den besten Post, welchen ich durch meine subjektive Wahrnehmung und hoffentlich auch Kommentaren der User filtern werde, mit einem Amazongutschein belohnen. Ich hoffe auf große Teilnahme. Ende der Parade: 5. August

Hier sind die Fragen:
1. Im Internet findet man so ziemlich alles, welche Dienste benutzt du wirklich häufig?
2. Wofür benutzt du diese Dienste?

BlickBlog

Ich lese vor allem diverse Artikel im Internet, deshalb nutze ich hauptsächlich Google und Wikipedia. In letzter Zeit werden für mich aber RSS Feeds und die Social Bookmark Dienste OnSingularity und Twine wichtiger. Das schöne an diesen Diensten ist, dass man immer etwas interessantes findet, ohne vorher nach einem bestimmten Thema gesucht zu haben.
Außerdem habe ich auf meinem Server ein Wiki installiert, das ich als Zettelkasten nutze. Und zur Kommunikation ziehe ich die traditionelle Email den Social Networks vor.

3. Wünscht du dir Alternativen zu diesen Diensten?
4. Reicht dir der Funktionsumfang schon aus oder erwartest du mehr?

Ich bin mit den Diensten zufrieden, aber bekanntlich ist das Bessere der Feind des Guten. Es könnte jede der genannten Webseiten noch verbessert werden, auch wenn ich keine Idee habe wie. Eine Alternative um der Wahlmöglichkeit willen wünsche ich mir nur bei Google. Die anderen Dienste sind zu klein, als dass sie aus Datenschutzgründen relevant wären.

5. Was für ein Dienst fehlt dir noch?

Die Kombination aus ICQ und location based Services. Dann könnte man bei seinem Sonntagsnachmittagsspaziergang sehen, welche Freunde auch gerade einen Spaziergang machen. Oder würde am Abend vorher nicht aneinander vorbeilaufen.

6. Denkst du das Internet wird in Zukunft zur Jobbörse Nummer 1 werden oder sind traditionelle Berufe weiterhin Anführer?

Als Jobbörse, zum finden von Jobs, wird sich das Internet langfristig wohl in allen Bereichen durchsetzen, auch bei sehr traditionellen Berufen. Als Arbeitsplatz ist die Frage schon interessanter. Schließlich muss alles was Amazon versendet auch von irgend jemandem Hergestellt werden. Aber auch in solchen traditionellen Industrieberufen wird IT Technik einen Wachsenden Einfluss haben.

7. Inwieweit wird sich das Internet von morgen von dem heutigen unterscheiden?

Andere Headline bei SPON. Aber schon übermorgen könnte das Internet ganz anders aussehen. Einerseits wird das Internet immer mehr mit der ‘normalen’ Realität verschmelzen, denn wenn ich mir 2010 ein Taxi per Google Ridefinder rufe, wird der Taxifahrer nur einen neuen Auftrag auf seinem Display aufblinken sehen. Ebenso verstecken Internetradios (die Geräte nicht die Stationen) das Internet.
Das Internet wird auch wesentlich einfacher zu bedienen sein. So kann ich mir vorstellen, dass ich in 2 Jahren meinen Email Client sinnvoll über Sprache (und über Telefon) steuern kann. Dann rufe ich meinen Rechner an und frage: “Letzte Mail von Alice. Wo wollten wir uns treffen?” Woraufhin der Computer (in einfachen Mails) die entsprechende Stelle finden kann und mir Sinnvoll antwortet.

8. Begriffe wie “Web 3.0″ oder “Internet 2″ fallen des öfteren. Wie würdest du sie definieren?

Die Begriffe sind erstmal inhaltsleer, und die sich entwickelnden Facetten des Internets sind zu zahlreich, als dass man sie unter einem Begriff sinnvoll zusammenfassen könnte. Wenn ich mir aber die derzeitigen großen Internettrends ansehe, kann ich mir gut vorstellen, dass eine Kombination von ubiquitious computing und semantic web die nächste große Veränderung sein wird. Dann kann man ständig auf seine Daten zugreifen und gleichzeitig ist die Bedienung einfach genug, dass man auch beim Autofahren, oder während einer Diskussion, darauf zugreifen kann.

9. Dein individueller Schlusssatz?

Ich freue mich in Zeiten zu leben, in denen sich eine so interessante Technik so schnell entwickelt.

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EU ”Telecom package”

July 6th, 2008

Die EU Parlamentarier haben eine neuartige und innovative Methode gefunden, um organisierten Widerstand zu verhindern. Sie übertreiben einfach derartig, dass ausgewogene Kritik wie Hetze klingt:

European Parliament rushes towards Soviet Internet

Der Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur

Der zufällige Betrachter vertraut dann auf seinen „Godwin Reflex“ und geht davon aus, dass jemand der so laut schreit wohl unrecht haben wird. Dafür muss der Entwurf natürlich in jedem Punkt so extrem sein, dass es keine “vernünftig” klingende Kritik geben kann. Diese Bedingung erfüllt das Telekom Paket1 in hervorragender Weise.

Sie pflastern den Weg für Überwachung und Filterung des Internets durch Privatfirmen, Sondergerichte und technische Maßnahmen Orwellscher Ausmaße.

Markus Beckedahl, Blogger auf netzpolitik.org.

Allerdings scheint die Kritik an dieser Vorlage auch in dieser Schärfe gerechtfertigt zu sein. Deshalb hat netzpolitik.org zusammen mit laquadrature.net und The Open Rights Group eine Email Kampagne gegen diese Vorlage gestartet. Details finden sich hier.

  1. Hat nichts mit dem “Rosa Riesen” zu tun – glaub ich. []

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