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Dies und das

November 5th, 2008

Momentan lese ich Neal Stephensons neues Buch Anathem. Und vielleicht schreibe ich mal ein Review, aber um kurz etwas über die Qualität zu sagen, seit Freitag habe ich 450 Seiten gelesen (und bin restlos begeistert). Insofern werde ich wohl nicht so sonderlich viel in den nächsten Tagen posten.

Allerdings sind in der letzten Woche einige Dinge passiert die ich eben Kommentieren wollte:

Zuersteinmal ist die c’t vor 25 Jahren zum ersten mal erschienen. Daher von hier aus herzliche Glückwünsche an das einzige deutschsprachige Magazin, für die es sich lohnt Bäume zu fällen.1

Und heute hat die Zeit einen Artikel über das Klonen von Mäusen veröffentlicht. Weil das langweilig klingt, haben sie etwas über Mammuts geschrieben… Aber ich hoffe, dass demnächst – wenn schon nicht Jurassic Park – zumindest der Eiszeitpark eröffnet.

Und wie ich gerade sehe, das CNN Wahlstudio ist einfach cooler als das des ZDFs.

  1. Es gibt eine sehenswerte Bildergallerie bei SPON []

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Ray Kurzweil, “The Singularity is near”

December 9th, 2007

Der “KI PionierRay Kurzweil extrapoliert das Mooresche Gesetz. Heraus kommt eine Art säkulares Heilversprechen, komplett mit Transzendenz und ewigem Leben.

Aber von vorne.
Die Titel gebende Singularität ist ein Zeitpunkt an dem sich das Vorher von dem Nachher so stark unterscheidet, dass bei oberflächlicher Betrachtung zukünftige Historiker eine Unstetigkeit in der technologischen Entwicklung erkennen werden.
Kurzweil definiert sie als den Zeitpunkt, an dem die Computerleistung die für eine starke Ai, eine künstliche Intelligenz die den Turing Test besteht, benötigt wird 1000$ kostet. Dank des Moorschen Gesetzes gibt es dann etwa eineinhalb Jahre später zwei für 1000$ (und technologische Intelligenzen können besser zusammenarbeiten als biologische – Stichwort Infiniband statt Kaffeekränzchen).

Die Frage, wie kommen wir dahin, beantwortet er mit der Abkürzung GNR. Das sind die drei (kanonischen) Schlüsseltechniken der Zukunft, Gentechnik, Nanotechnologie und Robotik. Die Extrapolation folgt im Wesentlichen immer dem Schema, ein Durchbruch in einer der Technologien ermöglicht die nächsten Schritt in einem anderen Bereich. Dies wird ultimativ dazu führen, dass Reverse Engineering des Gehirns möglich wird. Und das ermöglicht die Ursprünglich anvisierte starke Ai. Wobei Kurzweil sich die Zukunft nicht so vorstellt, dass es biologische Menschen gibt und auf dem Schreibtisch steht ein intelligenter Computer, sondern der Mensch wird mit der Technologie verbunden und dadurch immer intelligenter, so dass es unmöglich sein wird am Ende zwischen Mensch und Computer zu unterscheiden. Dies ist die am Anfang angesprochene Transzendenz! Und Unsterblichkeit ist dann nur noch eine Frage der Backup Strategie.

Bei der Lektüre des Buchs merkt man, dass Ray Kurzweil länger über diese Utopie nachgedacht hat und kein Tagträumer ist. Seine Extrapolationen sind optimistisch, aber die Daten für die Entwicklung von Computerleistung oder neuro biologischen Scannern geben diese durchaus her.

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